EClerin Michaele Mewißen lief bei der „Alternatieve Elfstedentocht“ im österreichischen Kärnten in knapp 12 Stunden 200 Kilometer auf dem Eis. Die „Elfstädtetour“ wird dort alljährlich Ende Januar in 1000 Meter Höhe auf dem Weissensee ausgetragen. Ursprünglich wurde der niederländische Volkslauf auf Kufen auf den zugefrorenen Grachten veranstaltet. Da die Kanäle und die Seen in den Niederlanden nicht mehr beständig zufrieren, fand sich seit 1989 die Kärntner Alternative: Vor allem niederländische Eisläufer reisen jedes Jahr zum beliebten Eisschnelllauf-Spektakel in den Süden. Das Ziel aller Teilnehmer: einmal im Jahr 200 Kilometer auf Kuven bewältigen.

Michaele hat es geschafft: „Um 7 Uhr morgens bei minus 14 Grad ging es im Dunkeln mit Lampen an den Start. Die Temperaturen lagen die ganze Woche konstant unter Null, so dass auf bestem Eis gelaufen werden konnte. Wir liefen 12 Runden von je 16 2/3 Kilometer Länge. Bei strahlendem Sonnenschein und Windstille konnte ich die ersten 100 Kilometer bereits nach 5:08 Stunden absolvieren. Die zweiten 100 Kilometer wurden für mich dann anstrengender. Nachdem der nachmittägliche Tiefpunkt überwunden und die Schulter wieder gelockert waren, ging ich die letzten 50 Kilometer aber entspannter an. Die letzte Runde ab halb sechs liefen wir dann wieder im Dunkeln mit Lampen.“